Kaffeepadmaschine

Im Büro nutze ich eine Senseo Kaffepadmaschine. Bei den letzten beiden Maschinen handelte es sich um das „günstige“ Modell, irgendwas um 50 Euro. Nun sind 3 Maschinen in relativ kurzer Zeit kaputt gegangen. Alle pressten erst das Wasser seitlich und zum Schluss am Boden heraus. Eigentlich war für mich klar, eine Senseo wird es nicht mehr.

Nachdem ich nun einen ganzen Abend im Internet verbracht habe, auf der Suche nach einer Alternative, habe ich mir doch wieder resigniert eine Senseo bestellt.
Meine Ansprüche sind einfach, ich möchte eine hochwertige Maschine, die maximal einfach zu bedienen ist und minimale Arbeit macht. Wie ich nun herausfinden musste, gibt es das nicht. Den Markt für Kaffeepadmaschinen dominiert die Senseo in all ihren Variationen. Viele Käufer berichten über den frühzeitigen Verschleiß der neueren Modelle, während die Modelle der Vergangenheit anscheinend qualitativ hochwertiger hergestellt wurden. Alternativen gibt es zum Beispiel von WMF und Petra, aber auch dort wird von geringer Lebensdauer berichtet, wobei die Maschine von WMF noch Abstriche in der Handhabung hinnehmen muss.
Eine Kapselmaschine kommt schon mal gar nicht in Frage, die Kapseln sind in Materialverbrauch und Entsorgung viel zu problematisch.
Dann fand ich heraus, dass es ein Alternativpad E.S.E. gibt. Die dafür angebotenen Maschinen kosten gleich mal das Doppelte bis ein vielfaches der Senseo und sind Espressomaschinen mit Siebträgern. Liest man hierzu die Berichte im Internet, befindet man sich direkt unter den Espressoenthusiasten, die fachmännisch über den richtigen Druck, die richtige Herstellerfirma und allerlei Zubehör für den perfekten Espresso berichten. All das brauche ich nicht, ich liebe Kaffee, bin aber mit einem normalen Senseokaffee hochzufrieden. Bei mir kommt eh immer noch etwa ein Drittel Milch dazu.
Gerne wäre ich bereit gewesen, in eine hochwertige E.S.E.-Maschine zu investieren. Allerdings gibt es die Pads nur einzeln in Alubeutelchen verpackt. Das geht aus ökologischen Gründen gar nicht. Ich habe einen einzigen Anbieter von losen Pads gefunden. Zur Zeit kaufe ich hier vor Ort Pads bio und Fairtrade und will nicht dazu übergehen, nun alle Pads aus konventioneller Herstellung über das Internet zu beziehen.

Einen Tipp zum Gebrauch der Senseo hat mir meine intensive Recherche gebracht: Die Senseo ist immer im Standby-Modus, was den Verschleiß des Kondensators anscheinend begünstigt. So habe ich mir nun zur Senseo einen Stecker für die Steckdose gekauft, der mit einem Schalter die Stromzufuhr trennt. So hoffe ich, dass die Maschine möglichst lange überlebt. Ich werde nun auf jeden Fall einmal Buch darüber führen, wann ich die Maschine in Betrieb nehme und wann sie dann den Geist aufgibt.

Für die Zukunft wünsche ich mir eine aus hochwertigen Materialien produzierte Maschine, mit einer voraussichtlich langen Lebensdauer und der Möglichkeit, sie reparieren zu lassen.

Als letztes gäbe es noch die Option, Kaffee wieder Old school per Hand aufzubrühen. Im Büro braucht mir das aber zu viel Zeit und wenn ich auch relativ anspruchslos bei Kaffee bin, finde ich Kaffee, der erst mal eine Stunde oder länger in einer Thermoskanne stand, geschmacklich entsetzlich.

Über Pekü

Kleine Biotoperkundung meines Umfeldes
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