Poller Damm

Nachdem ich am 25.6. schrieb, dass ich unter schwierigen Bedingungen gärtnere, liess mir das Thema keine Ruhe.
Nach meinem jetzigen Kenntnisstand wurde die Straße, an der unser Grundstück liegt, der „Poller Damm“ zwischen 1802 und 1806 als Hochwasserschutzdamm aufgeschüttet. Er reichte vom Poller Berg bis zum Westhovener Berg, etwa 1300 Meter lang. Er verschloss zwei ehemalige Rheinarme und verhinderte bei Rheinhochwasser, dass das Wasser unterhalb von Westhoven an Poll vorbei durch Vingst, Deutz, Höhenberg bis Mülheim floss.
Auf einer Hochwassergefahrenkarte für Köln sieht man gut, dass bei einem Pegelstand von 12,5 Meter das Wasser genau bis an den Poller Damm reicht.
Ich vermute, dass die Straßenseite, auf der unser Grundstück liegt, bis in die 1940er Jahre nicht bebaut war. Was aber nicht logisch ist, denn das Rheinhochwasser hätte die bebaute Straßenseite geflutet. Folgendes Foto könnte Mitte/Ende der 1940er Jahre entstanden sein.

Auf der linken Straßenseite sieht man in der Ferne zwei Häuser. Das erste Haus könnte unseres sein, warum hätten sich sonst meine Großeltern auf dieser Straße fotografieren lassen sollen. Denn vorher wohnten sie in einer anderen Straße.
Die Anfänge waren wohl nicht einfach, es fehlte an allem, Material, Arbeitskräfte und Geld.
Anfangs war nur ein Teil des Hauses gebaut:
Vorne die zwei Fenster sind die Kellerfenster zur Straßenseite hin.
Aus der gleichen Richtung fotografiert ist das nächste Foto, das fertige Haus:
Etwa in der Mitte des Horizontes sieht man die beiden Türme des Kölner Doms.
Heute kann man diese natürlich nicht mehr sehen, dazwischen sind ganze Straßenzüge mit mehrgeschossigen Häusern.
Meine Mutter erzählt, dass bis zu uns hin Gleise verlegt waren, auf denen Loren fuhren. Wie die Loren bewegt wurden weiß sie nicht genau, vermutlich wurden sie von Hand geschoben. Mit diesen transportierten die Leute den Schutt des 2. Weltkrieges von ihren Grundstücken weg bis zu Bombentrichtern.
Wie gesagt, wenn ich ein Loch grabe, wird’s spannend.
Bei der Suche nach Fotos vom Poller Damm fand ich auch dieses Foto:

Ich identifiziere den Schriftzug „Hanno“, wohl ein Radschlepper, an den ein Anhänger mit Kohlen gehangen wurde. Ich habe einen Hinweis im Internet auf den Hanno R 33 Radschlepper gefunden, der ab 1938 hergestellt wurde. Er hatte einen 33 PS Zweizylinder Deutz Motor und hatte bei guten Straßenverhältnissen eine Zugleistung von 22 Tonnen. Vielleicht die Firma Hanomag? Jedenfalls war es das Fahrzeug, mit dem mein Großvater Briketts und Kohlen zu den Kunden fuhr.

 

Über Pekü

Kleine Biotoperkundung meines Umfeldes
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2 Antworten zu Poller Damm

  1. Hallo Frau Kürten-Rest,
    Ihre Mutter, Gisela Kürten, hat mir einige Bilder zu Verfügung gestellt und mir erlaubt die Bilder auf meiner Webseite zu nutzen. Es sind ausschließlich Bilder vom „Poller Damm und Haus Nr. 71“, dazu noch einige Fußballbilder. Ich würde mich freuen, wenn Sie auch damit einverstanden wären.
    Auf meiner Webseite ist bereits ein Foto vom „Poller Damm“ und zeigt Ihre Großeltern. Dieses Bild habe ich nicht von dieser Seite übernommen, das habe ich irgendwo im Internet gefunden.

    Viele Grüße aus den Poller Oberdorf

    Heinz Richmann

  2. Heinz Richmann sagt:

    Hallo Frau Kürten – Rest,

    auf die Mail von Ihnen wollte ich immer antworten. Habe, das immer wieder verschoben, bis es endlich vergessen war. Nach einiger Zeit kam die Erinnerung zurück, da fand ich die Mail nicht mehr und der Name der Webseite war mir entfallen. Zufällig bin ich wieder auf ihre Webseite gestoßen, kann mich aber nicht mehr an den Inhalt der Mail erinnern.

    Sodass ich auch heute nicht auf ihre Mail antworten kann. Möchte Sie aber ermuntern die Webseite „zwickerbussi“ weiter zu pflegen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Heinz Richmann

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